Immer öfters wird WordPress im Businessumfeld eingesetzt und dank modernem Design – mit WP 2.7 wird es ja erst richtig umwerfend – und logischer Struktur ist es für die Kunden sehr angenehm. Alles, was sie brauchen, haben sie nahe beieinander. Auf der anderen Seite bietet die Erweiterbarkeit ungeheure Vorteil für die Fachleute, welche aus WordPress Unglaubliches fertigen können. Und da auch hier die Deaktivierung von gewissen Menüelementen und Optionen möglich ist, bietet dies für den Kunden gleich einen doppelten Vorteil.

Doch wie man aus WordPress wirklich ein kundenfreundliches Content Management System macht, möchte ich in diesem Artikel Schritt für Schritt erklären, denn schliesslich ist WordPress in erster Linie ein Weblog Tool und kein CMS…

1. Umstellungen im Adminmenü

Da der Adminbereich sich sehr stark auf das Schreiben von neuen Beiträgen fokussiert, könnte beim Kunden rasch Verwirrung aufkommen, wenn sie statt Seiten plötzlich Blogbeiträge produzieren. Eine mögliche Lösung bietet das SimpleCMS, welches das Menü auffrischt und unnötige Menüeinträge ausblendet.

Ein zweites Manko ist die Farbwahl bei WordPress. Das babyblau ist für so manchen ein “No-Go”. Doch die Zeiten änderen sich und mit WordPress 2.7 wird der Adminbereich defintiv kundentauglicher als bisher und auch die vertikale Navigation überzeugt. Somit werden Plugins, die diesen Job bisher erledigten, überflüssig oder würden dann höchstens das CSS aufmöbeln.

2. Formelle Anrede

Im Businessumfeld gehört es zum Alltag, Kunden, Vorgesetzte und Mitarbeiter mit dem formellen “Sie” anzusprechen. Zwar gibt es vereinzelt auch Ausnahmen unter den Mitarbeiten, doch um das “Sie” kommt man nicht drumherum. Aus diesem Grund bietet WordPress Deutschland seit Herbst 2008 auch eine Sprachdatei in der formellen ”Sie”-Form.

3. Benutzerdefinierte Felder

Als Unternehmen vertreibt man Produkte, die man natürlich auch auf der Firmenwebsite präsentieren möchte. Üblicherweise muss man dabei viele Details dazu angeben und je mehr Produkte man hat, desto weniger möchte man diese von Hand als Tabelle oder Ähnliches eintragen. Hierbei sind die benutzerdefinierten Felder ziemlich nützlich. Bei einem Immobilienhänder könnte ein Feld “Ort” zum Beispiel den Wert “Zürich” haben, was man dann im Theme wieder ausliest. So könnten alle Informationen ausgegeben werden und der Zeitaufwand wird auf en Minimum reduziert.

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4. Templates selber verwalten können

Manchmal möchte man über ein Produkt oder eine Dienstleistung weitere Informationen wie z.B. Features oder Testimonials von zufriedenen Kunden anzeigen. Am besten geht dies in der Sidebar, aber die bleibt normalerweise bei jedem Beitrag gleich. Das kann man aber auch ändern…

Das Side Content Plugin ermöglicht es, bei jedem Beitrag und jeder Seite auswählen die Sidebar zu verändern. Bei einer Kontakt-Seite könnte man in der Sidebar eine Email-Adresse anzeigen lassen, bei einem Beitrag die Kommentare dazu. Für ein Unternehmen wirklich geeignet.

PageMash hingegen erweitert Widgets um tolle Funktionen wie Sortierung und Ausnahmen. Es kann zudem mit einem Ajax Interface punkten.

pageMash

pageMash

5. Revisionen

Plugin: Revision Control

Plugin: Revision Control

Beitragsrevisionen sind ein tolles Werkzeug. Hat man aus Versehen den Inhalt durcheinander gebracht oder möchte man den Begrüssungstext vom letzten Monat wieder anzeigen lassen, kann man jederzeit die Daten wiederherstellen. Nützlich ist auch die Vergleichfunktion, welche die Unterschiede der jeweiligen Revisionen markiert.

Weist also die Kunden auf die Revisionen hin und erweitert am besten den Funktionsumfang durch Plugins. Empfehlenswert sind insbesondere diese zwei:

6. Einfachere Verlinkung

Die Verlinkung innerhalb der eigenen Website ist ein wichtiges Thema und man kommt kaum drumherum, auf andere Seiten der Webpräsenz zu verweisen. Damit man die URL nicht immer mühsam von Hand eintragen muss, kann man mit Hilfe des Plugins AWS Easy Page Link aus einer Dropdown-Liste Seiten auswählen, welche dann auf der fertigen Seite veröffentlicht werden. Am besten das Plugin gleich bookmarken!

7. Multimedia Einbindung

Bilder, Videos und manchmal auch Podcast gehen auch an den Firmen nicht spurlos vorbei. Damit für den Kunden die Einbindung der verschiedenen Medien so einfach wie möglich ist, empfiehlt sich der kombinierte Einsatz zweier Plugins.

Mit dem Scissors Plugin kann man zwar keine Scherenschnitte machen, dafür aber Bilder zuschneiden und vergrössern/verkleinern. Das All in One Video Pack hingegen macht es leicht, Videos hochzuladen, einzubinden und zu verwalten.

8. WordPress mit eigenem Logo ausstatten

Würde ich einem Kollegen erklären wollen, was WordPress ist, bekäme ich nur die Antwort “Kann man das essen?” zurück. Ähnlich ist es da mit den Kunden: Für sie steht nicht das System, sondern die fertige Umsetzung im Mittelpunkt.

Mit WordPress Custom Admin Branding und WP Admin Themer Extended kann man das Loginformular und sogar das Backend mit dem eigenen Firmenlogo ausstatten.

9. Backups sind das A und O

So wie man täglich ein Backup des Servers machen sollte, sollte man auch die Website in regelmässigen Abständen sichern. Der “worst case”, also der schlimmste Fall, der passieren könnte, wäre ein Stromausfall oder ein Hacking-Versuch. Denn danach will keiner im Internet veröffentlichen: “Wir wurden gehackt. Bis wir die alte Website wieder herstellen können, dauert es noch eine Weile.”

Ich empfehle BackUpWordPress und WP-DB-Backup für regelmässige Datensicherungen, welche man auch rasch wieder aufspielen kann!