Anleitungen
Serverumzug mit WordPress
WordPress ist bekanntlich sehr stark auf die Datenbank angewiesen - es geht nicht ohne! Wer ein beliebtes Blog betreibt und nicht von Anfang an einen leistungsstarken Server hat, muss sich früher oder später mit einem Serverumzug auseinandersetzen. Ein mögliches Szenario wäre auch, dass man für einen Kunden eine WordPress Installation zuerst lokal testet und dann auf den Server lädt.
Mit Hilfe einer simplen Anleitung erfährst du jetzt, wie man einen Serverumzug mit WordPress ohne Mühe erledigen kann. Oberstes Gebot ist dabei das Vermeiden der Downtime, also die Zeit, in der die Website auf Grund des Umzugs nicht verfügbar ist. Ich zeige euch heute, wie man einen Verbindungsunterbruch vermeiden und trotzdem schnell sein kann.
- Dateien kopieren - Zuerst müssen wir alle Dateien inkl. Uploads, Themes und Plugins, die WordPress benötigt, auf den neuen Webspace kopieren. Sollte der Umzug auf demselben Server stattfinden, kann man die Dateien auch per WebFTP verschieben.
- Datenbank Backup - Dies ist der wichtigste Schritt überhaupt. Du speicherst alle Tabellen als SQL-Datei, wegen der Dateigrösse solltest du diese jedoch noch in ein ZIP-Archiv o.Ä. packen. Eine Anleitung zum Umgang mit phpMyAdmin gibt es bei WordPress Deutschland. Jetzt laden wir diese ebenfalls auf den neuen Server.
- Konfiguration - Um wirklich keine Daten wie Kommentare oder Trackbacks zu verlieren und eine Downtime zu verhindern, ändern wir die Datei wp-config.php, damit von der alten Website auf die neue Datenbank zugegriffen wird. Logisch, nicht?
- Änderungen in der Datenbank - WordPress speichert bei jedem Beitrag, Upload, Kommentar und diversen Plugins eine URL dazu in der Datenbank ab. Falls man nur den Server gewechselt hat, muss man nichts ändern. Bei einer neuen Domain muss man allerdings überall die alte URL durch die neue ersetzen.
- Nameserver ändern - Beim Domain-Anbieter muss man jetzt noch die die neuen Nameserver angeben, damit man von jetzt an auf die neue Seite weitergeleitet wird. Da unser WordPress dort bereits läuft, wird es keinen Unterbruch geben. Voilà, wir sind fertig!
Weitere Anleitungen findet man auch bei Vladimir Prelovac (engl.) oder webdemar.com.
Pascal Birchler
Der Teenager und WordPress-Fan bloggt seit über 2 Jahren über die beliebte Open Source Software WordPress. Er ist zurzeit Informatiker in Ausbildung bei der Südostschweiz Newmedia AG. Folge ihm doch auf Twitter!
Zu beachten wäre ferner noch, wenn man die WordPress-Dateien auf den neuen Server lädt,
den Transfer-Typ des FTP-Loaders (FileZilla) von ASCII auf Auto umzustellen.
So vermeidet man eine leere oder weisse Seite, beim erstmaligen Aufrufen der Seite,
um WordPress zu installieren (install.php zur Installation der DB).
Dies kommt anscheinend des öfteren vor, wie man an den Hilferufen im Web sehen kann.
Mir ist das auch passiert und ich bin erst nach 2 Tagen durch Zufall darauf gekommen.
Danke für die Anleitung, so ein Umzug steht bei unserem Blog bevor.
Irgendwie wird die Seite hier alles andere als korrekt dargestellt! Erinnert mich irgendwie an die Anfänge meiner Internetnutzung…als man Internetseiten noch mit dem Netscape Composer gemacht hat:D
@Berlin Blog Tatsächlich? Hast du einen Screenshot? Im Firefox, IE und Safari sieht die Seite eigentlich immer ganz ok aus :)
Hallo,
danke für die kompakte Anleitung.
Zu Punkt 4 folgende Anmerkung:
Die geänderte Domain einfach im Adminbereich und “Einstellungen” 2x ändern
(wenn man z.B. der Blog angezeigt wird, aber die Startseite ohne inhalt ist)
rock on
ledzep
Ggf. .htaccess anpassen, wenn ein Verzeichniswechel vorgenommen wurde. Dabei in der letzten Zeile:
RewriteRule . /index.php [L] –> RewriteRule . /abc/index.php [L]
RewriteEngine On
RewriteBase /abc/
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-f
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-d
RewriteRule . /abc/index.php [L]