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Nutzungsmotive von Weblogs

Das Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung (IPMZ) der Universität Zürich hat im Früjhar 2008 eine Onlineumfrage zum Thema Weblogs durchgeführt. Ziel war es, herauszufinden, was die Nutzungsmotive von Bloggern sind. Klingt komisch, ist aber so.

In einem unveröffentlichten Ergebnisbericht, schreiben die Studienautoren, dass sich fünf zentrale Motivgruppen erkennen lassen, die beim Bloggen eine Rolle spielen:

  • Austauschmotive - Der Austausch von Informationen steht im Zentrum. Man möchte mit Personen, die ähnliche Interessen haben, diskutieren und Ideen austauschen. Durch das Berichten über eigene Erfahrungen soll Wissen auch anderen zugänglich gemacht werden. Zudem wird das Knüpfen von neuen Kontakten beim Bloggen angestrebt.
  • Identitätsmotive - Die eigene Person steht im Zentrum. Man will seine Kompetenz zeigen und die eigene Meinung oder auch Gefühle publik machen. Ausserdem will man von anderen Personen wahrgenommen werden und wissen, wie man auf sie wirkt.
  • eskapistische Motive - Das «Entfliehen» aus dem Alltag steht im Mittelpunkt. Das Bloggen dient als Zeitvertreib und Ablenkung vom Alltag. Man kann so für kurze Zeit abschalten und die Sorgen des Alltags vergessen.
  • sozial-integrative Motive - Der Kontakt zu anderen Menschen ist zentral. Durch das Weblog sollen andere Menschen am eigenen Leben teilhaben können. Zudem wird via Weblog der Kontakt zu geographisch entfernten Verwandten und Freunden aufrechterhalten.
  • Unterhaltungsmotive - Die Tätigkeit des Bloggens selbst wird als wichtig empfunden. Man schreibt gerne und bloggt in erster Linie, um einfach Spass zu haben.

Dabei wurde Letzteres, die Unterhaltung, von den 320 Befragten am meisten ausgewählt. Aus sozial-integrativen oder eskapistischen Gründen werden Blogs hingegen höchst selten geführt.

(via Blogallianz)

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