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Ein bisschen SEO ist auch für Blogger gut

Im Allgemeinen schreiben Blogger für Leser und nicht für Maschinen. Das ist auch gut so. Allerdings sorgen natürlich Suchmaschinen bestenfalls dafür, dass aus wenigen Lesern eines Blogs ganz viele werden. Auch Blogger sollten Suchmaschinen, allen voran den Marktführer Google, daher nicht völlig ausser Acht lassen. Was sollten Blogger bei moderner SEO (Suchmaschinenoptimierung) beachten? Unter anderem die folgenden Tipps!

Die Sache mit den Keywords

Keywords gelten zu Recht als grundlegender Bestandteil guter Suchmaschinenoptimierung. Keywords sind Wörter, die bewusst etwas häufiger als andere Wörter im Text auftauchen, weil Menschen sie in Suchmaschinen verwenden, um Inhalte wie die des jeweiligen Textes zu finden. Keywords sollten auch bei der Auswahl der Internetadresse eines Blogs und seiner Kategorie-Namen berücksichtigt werden.

Die Keyword-Auswahl eines Bloggers muss einerseits davon abhängen, wie oft Google-Nutzer die Wörter in der Schweiz für ihre Suche einsetzen, wenn sie Seiten wie den Blog finden möchten.

Andererseits sollten Blogger auch einen Blick darauf werfen, wie viele Websites bereits versuchen, bei diesen Keywords auf Googles Suchergebnisliste vorne zu landen.

Ist die Konkurrenz stark, weicht man eventuell besser auf weniger genutzte Keywords aus. Für die Recherche nach geeigneten Keywords, eignet sich das Google Adwords Keywordtool.

Gute Inhalte

Einige Webmaster und Blogger stopfen ihre Texte mit Keywords voll. Suchmaschinen strafen jedoch längst so genanntes Keyword-Stuffing ab. Keyword-Stuffing meint eine zu exzessive Nutzung von Keywords, um eine Website in Suchmaschinen nach vorne zu bringen. Das zerstört die Lesbarkeit eines Textes und gefällt auch Suchmaschinen nicht.

SEO Experten empfehlen heute meistens eine Keyword-Dichte zwischen zwei und fünf Prozent, bisweilen etwas mehr. Der obere Absatz (ohne Zwischenüberschrift) hat übrigens 47 Wörter und das Wort „Keyword“ kommt zweimal vor, was einer Keyword-Dichte von 4,26 Prozent entspricht.

Gute Inhalte auf Blogs werden auch von Suchmaschinen belohnt. Das zeigte Google etwa mit den Änderungen seiner Suchalgorithmen Anfang 2011. Für Leser nicht sonderlich nützliche Seiten ohne Mehrwert und/oder mit kopierten Inhalten sollen von vordersten Rängen in der Suchmaschine verbannt werden. Die neuen Algorithmen gelten vorerst für die USA, werden in Zukunft aber auch für andere Länder bedeutend. Für SEO bedeutet das noch mehr als zuvor: Keywords ja! Aber nicht so, dass die Qualität der Inhalte leidet.

 Noch viele Dinge mehr sind entscheidend

  • Gute Verlinkung: Blogs, auf die viele Links von anderen Seiten verweisen, werden mit Einschränkungen von Google nach wie vor als besonders wichtig eingestuft. Blogger sollten allerdings nicht wahllos mit irgendwelchen Webbsites Links tauschen. Guter Linkaufbau muss einen Blog mit thematisch passenden Seiten verbinden, die bestenfalls bereits große Fangemeinden besitzen.
  • Futter für die Crawler: Crawler sind kleine Programme der Suchmaschinen, die Websites und Blogs indizieren. Bestimmte Features, die man in WordPress-Blogs integrieren kann, unterstützen die Crawler dabei, den Blog einzuordnen. Das steigert die Chance des Blogs auf ein gutes Suchmaschinen- Ranking. Zu diesen Features gehören Sitemaps, eine Auflistung der Kategorien und Tag-Clouds. Gut ist auch eine interne Verlinkung der Blogartikel untereinander, der ein Crawler auf seinem Weg durch den Blog folgt.
  • Ein bisschen „social“ schadet nie: Im Gegenteil! Die Präsenz eines Bloggers auf Social Media Plattformen wie Twitter wird zunehmend für SEO wichtiger. Sowohl Google als auch Bing tendieren in Richtung soziale Suche. Auf Social Media Plattformen ausgesprochene Empfehlungen von Seiten erhalten dadurch stärkeren Einfluss auf deren Position in Suchmaschinen-Ergebnislisten. Für ein gutes Ranking speziell auf Google sind Twitter und YouTube wichtiger als Facebook, da Google nicht mit Facebook kooperiert.

Kontinuität

Manche Blogger produzieren anfangs massenweise Inhalte, kümmern sich um SEO und lassen irgendwann extrem nach im Engagement für ihren Blog. Kontinuität ist jedoch wichtig, um sich in Suchmaschinen dauerhaft gut zu etablieren. Das bedeutet: Lieber mit etwas weniger Power starten und dauerhaft dranbleiben, als eine Startphase mit Megapower und ein Ende als ausgebrannte Rakete.

4 Kommentare zu “Ein bisschen SEO ist auch für Blogger gut”

  1. Bettina Mertinkat am 19. Juli 2011 um 08:20 | Permalink

    Danke für den interessanten Beitrag, den ich voll befürworte. Bei mir bekommt jeder Beitrag seine individuellen Keywords und ich bin damit bis heute ganz gut gefahren. Die Beiträge werden schnell erfasst.

  2. Technokrat am 19. Juli 2011 um 10:05 | Permalink

    Eine gute Zusammenfassung des Themas. Ich hätte vielleicht einen kleinen Extrapunkt hinzugefügt, die mögliche Plugins für bessere SEO beleuchten. Es gibt da nämlich ein paar tolle Werkzeuge zum Thema, Beispielsweise “All in One Seo Pack”

    Beste Grüße BEN

  3. Nick am 29. Juli 2011 um 15:42 | Permalink

    Super Beitrag. Selbst wenn man als Blogger nicht so die Zeit für SEO hat, bietet es sich immernoch an, durch Kommentare auf anderen Blogs mehr Besucher fürs eigene Blog zu kriegen.

  4. Stylons am 16. September 2011 um 10:29 | Permalink

    Ein wahres Wort.
    Ich kann natürlich auch voll verstehen wenn bestimmte Blogger wirklich nur zweimal in der Woche auf den eigenen Blog gehen um einen Beitrag zu schreiben und dann zu hoffen, dass aller 2 Monate ein Kommentar oder Follower hinzukommt.
    Ich persönlich hab es zwar nicht vordergründig auf den Profit abgesehen der mit manchen SEO-Maßnahmen einhergeht, freue mich aber sehr wenn mein Blog einfach nur gesehen/gelesen wird und nutze dafür natürlich auch Backlinks/social Media/Viel Content ;)

    Grüße aus Berlin!

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