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WordPress Printmagazin – (k)eine gute Idee?

Schon vor längerer Zeit kam mir der Gedanke, dass WordPress ein Print-Magazin verdient hätte. Weblogs über WordPress gibt es viele, doch eine Fachzeitschrift hat eine noch grössere Reichweite. In diesem Beitrag hinterfrage ich meine Gedanken, präsentiere Alternativen und Auswahlmöglichkeiten. Ist es (k)eine gute Idee?

So könnte es aussehen

Stellen wir uns einmal ein gut designtes Magazin mit ca. 50 Seiten, diversen Plugins, News, Updates und Interviews vor. So könnte ein WordPress Printmagazin inhaltlich brillieren. Die entstandenen Kosten könnten durch Abonnements, Spenden und Werbung gedeckt werden.

Auch die Redaktion wäre ein wichtiger Faktor: Es wird zwar in vereinzelten Blogs bereits ein wenig umgesetzt, doch für eine professionelle Zeitrschrift ist auch eine entsprechende Rangordnung, sprich eine Art Redaktion, notwendig. Es müssen ja nicht immer die gleichen Autoren sein: Jeder WordPress-Interessierte soll einen Artikel veröffentlichen können. Dies beweisen uns auch Vladimir Simovic und Thordis Bonfranchi-Simovic, die gerade erst ihren ersten Artikel in der iX veröffentlichten.

Ein zweischneidiges Schwert

Mein Vorbild hierfür ist das T3N Magazin, welches über TYPO3 und andere Open Source Software berichtet. Von einer Auflage von 5'000 Stück pro Quartal hat sich die Anzahl bis heute vervierfacht. Dies zeigt, dass das Konzept sehr erfolgreich ist.
Gleichzeit spricht das T3N aber auch dafür, dass ein WordPress Printmagazin wenig Erfolg haben könnte. Dies geht nämlich aus der Geschichte des T3N hervor:

Im September 2005 als Magazin für das freie Content Management System TYPO3 gestartet, deckt T3N heute ein breites Themenspektrum ab. Neben einem weiterhin umfassenden Teil zu TYPO3 widmet sich T3N Technologien wie PHP, MySQL, CSS, AJAX oder Ruby On Rails, zeigt Entwicklungen im Bereich des Web 2.0 auf und stellt für Webentwickler und Agenturen relevante Freie Software vor.

Quelle: Wikipedia.org

Das bedeutet also, dass ein Magazin, dass alleine über WordPress und Blogs schreibt, geringe Überlebenschancen hat. Oder kennst du gerade 5000 deutschsprachige WordPress-User oder Blogger? Eine Ausweitung des Themenspektrums scheint auch sinnlos, da dies dann zwar eine Garantie für eine grosse Leserzahl ist, aber eine Konkurrenz für das T3N darstellt. Da sich die T3N jedoch weitesgehend etabliert hat, wie auch die iX, macht diese Schlussfolgerung auch keinen Sinn.

Irgendwie, irgendwo, irgendwann

Ist jetzt die Idee eines WordPress Printmagazins für immer gestorben? Ich glaube nicht. Es gibt einen Weg, diese Idee umzusetzen. Es braucht Mut, Geld und engagierte Leute. Leben kann man davon wahrscheinlich nicht, aber es geht um den Spass. Der Spass an WordPress, den Blogs - der Spass an User-Generated Content.

Meinungen einholen

Was in meinen Augen bereits jetzt möglich wäre, ist ein Schritt nach vorne. Die Meinung der deutschsprachigen WordPress Community steht im Vordergrund: Ist so ein Angebot wünschenswert? Wie denkt man darüber? Humbug oder genialer Einfall?

Ich bin davon überzeugt, dass ich nicht der Einzige bin, der jemals an ein Printmagazin gedacht hat, egal in welcher Form. Scheut euch nicht, hier dürft ihr eure Meinung sagen!

Sollte die Idee weitesgehend auf Akzeptanz stossen, könnte man bereits Verleger im Bereich Internet (O'Reilly veröffentlicht bisher nur Bücher, heise hat schon die iX) kontaktieren und in Erfahrung bringen, was sie davon halten. Und dann ist entweder alles aus oder völlig offen.

Das hatten wir doch alles schon einmal

Wer diesen Artikel bis hierhin gelesen hat, merkt, dass er stark an die Diskussionen um ein WordPress Magazin erinnern. Es passierte zwar lange nichts, doch auch diese Idee trägt heute Früchte. ;-)

Ein Vorschlag

Nach wie vor halte ich ein WordPress Printmagazin für einen grossen Schritt nach vorn, WordPress würde im deutschsprachigen Raum enorm gestärkt und die Open Source Software könnte bestimmt mehr Menschen in ihren Bann ziehen - auch wenn die meisten Blogger sich bisher auf anderen Blogs über WordPress schlau machen.

Alternative(n)

Eine mögliche Alternative für ein Printmagazin wäre eine reine PDF-Lösung. Für mich liegt der Nachteil aber klar auf der Hand - oder eben nicht. Ein Magazin kann man in Händen halten und kann es, wie zum Beispiel WordPress - Das Praxisbuch, im Bücherregal verstauen und bei Bedarf hervorholen. Wieso auch nicht? EIne plumpe PDF-Ausgabe ist deshalb eher unbefriedigend, auch wenn evtl. ein Publik da wäre.

Eure Meinung ist gefragt

Das war meine Meinung! Doch was denkst du zu diesem Thema? Hinterlasse einen Kommentar oder veröffentliche deine Gedankengänge in deinem Blog! Es würde mich brennend interessieren! Es geht ja nicht immer alles um mich ;-)

21 Kommentare zu “WordPress Printmagazin – (k)eine gute Idee?”

  1. Patrick am 20. November 2008 um 18:42

    Sicherlich eine gute Idee. Das größte Problem sehe ich allerdings darin das man sehr viel mit weblog Betreiber sprechen muss um Artikel ins Magazin zu übernehmen. Wie das genau zu lösen ist, bleibt noch zu klären. Die Vorstellung, das jeder einen Beitrag dazugeben kann im Magazin, halte ich auf Dauer eher zu gewagt. Das WordPress durch ein Magazin im deutschsprachigen Raum. gestärkt wird, spricht natürlich für sich. Eine Alternative wie eine pdf Variante, halte ich für überflüssig. Aber warum in einem Weblog Magazin nur über WordPress berichten ?????

  2. Pascal Birchler am 20. November 2008 um 19:18

    Äh, ich dachte auch nicht daran, Artikel aus Blogs zu übernehmen, sondern exklusiven Content anzubieten. Wenn es das schon in einem Blog gäbe, wieso sollte ich mir das kaufen?

    An eine Art Allgemeines-Blog-Magazin habe ich eigentlich noch gar nicht gedacht.. Zwar geht das wieder leicht in Richtung T3N, doch wäre dies an sich nur schon vom “Überlebensfaktor” her besser…

  3. Ben am 20. November 2008 um 19:43

    Falls Du Hilfe braucht, bin ich dabei.

    Mir schwirrt diese Idee auch schon seid fast 2 Jahren durch den Kopf.

    Bei Interesse meld Dich einfach per Mail mal. ;)

    LG

  4. beetFreeQ am 20. November 2008 um 19:54

    Ich frag mich immer, wieso es für alles und nichts ein Magazin geben muss. Gerade in IT-Themen sind Print-Magazine in meinen Augen zunehmend Unsinn. Alles, was man wissen will und muss kriegt man in massenhaft verschiedenen Blogs und anderen Webseiten zum Thema serviert – dort meistens brandheiß und nicht wie in Print-Magazinen teilweise um Monate zu spät. Ich bin mir relativ sicher, dass Print in Zukunft zumindest bei Themen, die eh Computer und Internet voraussetzen, immer unwichtiger wird.

    Ich wäre als Alternative eher für eine Website, die die wirklich interessanten Beiträge der einzelnen Themen-Blogs bündelt, um eine Anlaufstelle zu bilden, damit die Leser nicht immer alles abklappern müssen…

  5. Rene am 20. November 2008 um 20:05

    Eine sehr interessante Idee, die mir auch schon kurz durch den Kopf gegangen ist. Einerseits hat aber beetFreeQ auch recht. Doch trotzdem habe ich auch das PHP Magazin abonniert obwohl man dazu sehr viel findet. Denn dort erfahre ich neues. Im Internet such ich eher nach speziellen (RSS Feeds im Reader ausgeschlossen).

    Trotz aller dem, wenn du bereit bist das ein wenig ins Rollen zu bringen, wäre ich auf jeden Fall interessiert bei der Planung / Management / Umsetzung mitzuwirken.
    Denke man sollte hier einfach Brainstorming betreiben mit Leuten die sich beteiligen wollen.

    LG Rene

  6. Nick am 20. November 2008 um 20:20

    Hallo,

    sollte es umgesetzt werden bin ich an Board!

    Bitte einfach mal um Feedback!

    Nick

  7. Pascal Birchler am 20. November 2008 um 20:22

    @Ben Ich melde mich, wenn es Neues gibt :-)

    @beetFreeQ Es stimmt, IT-Magazine gibt es viele, aber ich denke gerade im Sektor Open Source / Blogs / WordPress hat es noch Platz :-)

    Ob eine Art Aggregator, wie du ihn vorschlägst, wirklich klug ist, bezweifle ich. Erstens lassen viele Blogbetreiber den “Feed-Klau” nicht zu und zweitens ist es dann vielleicht zu gemixt und nicht sehr einheitlich.

    @Rene und @Nick Das hört man natürlich gerne. Ich werde das Thema auch nochmals im Newsletter ansprechen und allen Interessierten schreiben… :-)

  8. Söan am 20. November 2008 um 20:24

    Es würde ja auch reichen wenn es halbjährlich wäre.

  9. Pascal Birchler am 20. November 2008 um 20:45

    Warum auch nicht. Eventuell sollte man auch eine Umfrage durchführen… :-)

  10. Ben am 20. November 2008 um 21:13

    btw. falls Interesse an einer Domain besteht, habe ich noch eine gute über. ;)

    Meld Dich einfach mal.

  11. Söan am 20. November 2008 um 21:53

    Also ich finde es schön, dass sich hier schon einige gefunden haben, die ihre Hilfe anbieten. Ich wäre auch dabei. Ich werde mal ein bisschen Brainstormen wie man so etwas aufziehen könnte. Man kann ja erstmal klein anfangen ;)

    @Ben
    Meinst du WordPress-Szene.de ?

  12. Pascal Birchler am 20. November 2008 um 21:57

    @Söan Wenn ich deine Frage beantworten darf: Ja.

  13. Frank am 20. November 2008 um 22:04

    Schon vor dem Artikel der Perun-Familie wurde Artikel zu WordPress im Printbereich veröffentlicht, nicht wenige und von unterschiedlichen Autoren. Alleine von im müssten drei im Umfeld sein. Ich denke, dass ein Printmagazin in DE viel zu weit weg von der Entwicklung ist und nur den Hall der Blogosphäre wieder geben könnte. Ich vermute, die meisten Leser wären enttäuscht. Sollte WP mal so groß wie Typo3 werden, dann vielleicht – schon jetzt werden die Artikel über WP nur anders formuliert, vieles ist gleich und nur in unterschiedlichen Magazinen.
    Die Webwelt ist sehr Schnelllebig, warum sollten wir das in einem Magazin wiederspiegeln? Ich lese gern und viel, aber ich kann einfach nicht glauben, dass man so gute tiefe Artikel wieder geben kann – die Zeit als Redakteur reicht einfach nicht um an der Entwicklung nah dran zu sein. …

  14. Sebastian am 21. November 2008 um 08:46

    Würde ich genial finden! Ich würde euch auch unterstützen. Weiss noch nicht genau wie, aber der gute Wille ist da!

    Gruss Sebastian

  15. Andy Lenz am 21. November 2008 um 14:35

    Man könnte auch darüber nachdenken das Thema über unsere yeebase bzw. T3N Erfahrungen und Infrastruktur abzuwickeln. Finde die Idee Grundsätzlich erstmal spannend! Ist jemand von Euch morgen auf dem bchh08?

  16. Söan am 21. November 2008 um 16:01

    Ja, ich werde Samstags da sein.

  17. Pascal Birchler am 21. November 2008 um 16:59

    @Frank Ich habe auch nicht gesagt, dass es vorher keine Artikel gab. Zur Schnelllebigkeit: Es gibt sicher auch einmalige Dinge, die nicht zeitlich abhängig sind. Man könnte auch über Neues in der Zukunft berichten.

    @Andy eine super Idee! Bin leider nicht im Blogcamp, ist ein wenig zu weit weg für mich ;-)

  18. Carlo am 21. November 2008 um 20:55

    Rückschritt.
    wenn wir schon bloggen, dann ist print ein Schritt in die Vergngenheit. Dann hätten wir alle unsere Schülerzeitungen weitermachen können.. Steckt eure Energien lieber in die Weiterentwicklung von WordPress….

    Carlo

  19. Pascal Birchler am 21. November 2008 um 21:07

    Dann bleibt die Frage offen, wieso eine Schülerzeitung besser ist als ein Schülerblog. :)

  20. poppulus am 22. November 2008 um 04:24

    Finde die Idee gut, halte das Ganze auch nicht für einen Rückschritt sondern für eine sinnvolle Ergänzung der Blogszene. Folgende Dinge fallen mir dazu ein:

    Interviews mit bekannten Bloggern und WordPress-Entwicklern, Berichte von Veranstaltungen rund um WordPress, Hintergrundinfos zu bestimmten Funktionen von Worpdress, Kommentare ähnlich dem c’t Editorial, …

  21. Claudio am 23. Mai 2009 um 00:19

    Aus meiner Sicht – würde mich nach wie vor als Anfänger in Sachen WordPress bezeichnen – wäre ein gedrucktes Magazin eine spannende Idee und gute Ergänzung. Ich könnte mir gut vorstellen sowas zu abonnieren. Falls es mal soweit kommen sollte und layout-technisch Unterstützung gefragt ist, gerne per Mail bei mir melden.

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